ABC.Etüden: Sweet 16 II

Heute kommt Teil 2 meiner Etüde Sweet 16. Die Etüden ist eine Aktion von Christiane.
Den 1. Teil, sowie die Beschreibung der Etüden findet ihr hier.

Nach einer halben Stunde Fahrt, meldete sich Marthas Mutter zu Wort: „Ich habe mein Handy vergessen und ich warte doch auf einen wichtigen Anruf von meinem Chef!“ „Dann fahren wir nochmal zurück“, sagte ihr Vater. Belustigt schüttelte Martha den Kopf. Ihre Mutter würde auch irgendwann mal den Kopf verlieren, wenn er nicht angewachsen wäre. Also fuhren sie noch mal zurück.

„Martha, könntest du es bitte kurz holen? Mein Rücken tut von der Gartenarbeit noch etwas weh. Es liegt im Geräteschuppen“, bat ihre Mutter sie, als sie wieder zu Hause ankammen. „Klar“, sagte sie und stieg mit einem mulmigen Gefühl aus. Auch das noch. Prompt hatte sie den Gedanken von dem Schatten wieder im Kopf. Als sie durch das Gartentor in Richtung Geräteschuppen lief, schaute sie sich sorgsam um. Aber zum Glück war nichts zu sehen.

Gerade als ich die Tür zum Schuppen aufmachte, ging das Licht an und fünf meiner besten Freunde sprangen mich an. Im ersten Moment erschrak sie, aber als sie erkannte wer vor ihr stand, sprang Martha in die Luft und freute sich über die Überraschung. Sie schaute sich im Schuppen um. An den Wänden hingen wunderschöne kupferfarbene Lichterketten. In der Mitte des Raumes stand ein kleiner Tisch mit Süßigkeiten und kleinen Snacks.

Als sie sich umdrehte, standen ihre Eltern hinter sich. „Das war alles geplant von euch!“ Sie ging auf sie zu und umarmte sie. „Also eigentlich war der komplette Plan von Lisa.“, gab ihre Mutter zu. Martha fiel Lisa um den Hals und sagte: “Du bist die Beste!“
So ließ sich doch ein toller Geburtstag feiern.

268 Wörter.

Jule

ABC.Etüden: Sweet 16

Auf dem Blog von der lieben Christiane sind wieder 3 neue Wörter für die Etüden erschienen. Diese drei Begriffe sollen in einer Geschichte eingewoben werden, die maximal 300 Wörter beinhaltet.

Für die 24. und 25. Textwochen lauten die drei Begriffe
Geräteschuppen – Kupferfarben – feiern
und wurden von Susanne mit ihrem Blog books2cats zur Verfügung gestellt.

Martha beäugte sich im Spiegel. Sie war mit ihrem Werk sehr zufrieden, denn das Pastellfarbene Lila Kleid schmeichelte ihren leuchtend grünen Augen. In ein paar Minuten war es endlich soweit, ihre Eltern würden sie zu ihrer Sweet 16-Party fahren, die ihre beste Freundin Lisa seit Monaten akribisch plante. Martha freute sich schon sehr darauf mit all ihren Freundin ihren Geburtstag zu feiern. Doch eine Kleinigkeit fehle noch. Sie drehte sich zu ihrer Kommode um und wühlte in der Schmuckschatulle. Sie war wirklich nicht groß, aber dennoch musste sie jedes Mal suchen. `Da sind sie ja´, dachte sie bei sich und griff nach ihren herzförmigen Lieblingsohrringen. Vorsichtig legte Martha sich ihre kupferfarbenen Ohrringe an.

„Martha, bist du fertig? Wir müssen los.“, rief ihre Mutter die Treppe hinauf. „Ich komme schon“. Als sie gerade aus der Türe gehen wollte, fiel ihr Blick durch das Fenster auf den Geräteschuppen. Hatte sich da gerade etwas bewegt? Martha schaute genauer hin, aber sie entdeckte nichts. Hatte sie es sich etwa nur eingebildet? Martha zuckte mit den Schultern und ging die Treppe runter. „Wow, du siehst umwerfend aus“, sagte ihr Vater, der am Treppenaufgang auf sie wartete. „Komm, deine Mutter wartet schon im Auto“ Er hielt ihr den Arm hin und geleitete sie zum Auto. Die ganze Fahrt über musste sie an den Schatten am Geräteschuppen denken. Es ließ ihr einfach keine Ruhe, was wohl daran lag, dass in den letzen Wochen oft in der Nachbarschaft eingebrochen wurde und heute niemand zu Hause war. Sie schüttelte den Kopf und verdrängte die Gedanken, denn heute wollte sie Spaß haben, heute ging es nur um ihren 16. Geburtstag.

283 Wörter

Jule

ABC.Etüden: Für heute ist Feierabend

Auf dem Blog von der lieben Christiane sind wieder 3 neue Wörter für die Etüden erschienen. Diese drei Begriffe sollen in einer Geschichte eingewoben werden, die maximal 300 Wörter beinhaltet.

Für die 21. und 22. Textwoche lauten die drei Begriffe
Zeitplan, schlimm, fallen
und wurden von Gerhard mit seinem Blog Kopf und Gestalt zu Verfügung gestellt.

Lena schaute nun schon zum 10. Mal in ihren vollen Terminkalender, doch leider hat sich in der Zwischenzeit immer noch nichts verändert. Seit Wochen hatte sie einen sehr streng getakteten Zeitplan; Arbeiten, Sport, Meetings, kochen, mit dem Hund Gassi gehen und zwischenzeitlich sollte sie am besten noch für die Uni lernen. Das ist wirklich schlimm. Manchmal weiß sie nicht, wo ihr der Kopf steht. Aber so ist es nun mal, es kommen auch mal langweiligere Zeiten.

In solchen Momenten fragt sie sich, warum sie neben der Arbeit auch noch ein Studium anfangen musste. Klar, um sich fortzubilden, um im Job weiterzukommen. Aber war es der Stress wirklich wert? Sollte sie den Sport fallen lassen? Nur braucht Lena den Sport, um abschalten zu können. Was sollte sie nur machen?

Frustriert seufzte sie auf, schlug ihren Terminkalender zu, schnappte sich ihre Jacke und Hund Sam und machte mit ihm einen ausgiebigen Spaziergang. Für heute war Schluss, für heute hatte sie Feierabend.

159 Wörter

Jule

[ABC.Etüden] Das Champagnerglas

Ich versuche mich nun auch mal auf 300 Wörter zu beschränken. Drei neue Begriffe sind auf dem Blog Irgendwas ist immer von Christiane erschienen. Diese drei Begriffe sollen in einer Geschichte eingewoben werden, die maximal 300 Wörter beinhaltet.

Für die 19. und 20. Textwochen lauten die drei Begriffe
Katamaran – großspurig – totschweigen
und wurden von Olpo Olponator gespendet.

„Schau, alle schauen uns an. Ist es nicht wunderbar?“ „Nein, Kiara. Sie schauen uns nur an, weil sie so lange auf uns warten mussten. Der Katamaran sollte schon vor einer viertel Stunde ablegen!“ „Aber Sarah Schätzchen, du weißt doch, ich brauche meinen Auftritt“, erwiederte Kiara und stolzierte über das Deck. Musste sie denn immer so großspurig sein? Ich habe wirklich gedacht unser Urlaub auf Ibiza würde ein bisschen normaler ablaufen. Aber nein, Kiara flirtete jeden Typen an, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, drängt sich auf jede Party, braucht jedes Mal einen Special Auftritt, damit auch ja jeder auf sie aufmerksam wird und ich, ich stehe nur daneben und bin peinlich berührt.

Die Kellner stellten Gläser mit Champagner auf die Theke. Die meisten Passagiere interessierte dies überhaupt nicht, sie unterhielten sich oder ließen sich von der Sonne bräunen. Doch Kiara hielt direkt drauf zu. Klar, wie sollte es auch anders sein. Mit ihrem Champagner Glas in der Hand schaute sie sich ganz genau um, als sie ihr nächstes Opfer gefunden hatte, stolzierte sich mit ihren Stöckelschuhen zu ihm hinüber und setze sich lasziv neben ihn. Auf dieses Schauspiel hatte ich heute keine Lust also ließ ich mich von der Sonne bräunen. Aus den Augenwinkeln behielt ich Kiara aber doch immer wieder im Blick.

Sie shakerte mich dem Surferboy neben ihr, der nicht ganz so begeistert aussah wie sie. Auf einmal sah ich aus dem Augenwinkel, dass er Kiara das Glas aus der Hand nahm und es ihr über ihre langen, blonden Haare goss. Geschockt stand Kiara auf und setze sich schnaubend neben mich. Ich sah zu ihr hinüber, doch sie blickte einfach nur gerade aus, während ihre Ader an Hals anfing zu pochen. Gut, dieses Ereignis werden wir wohl für immer totschweigen.

294 Wörter

Jule